In diesem Artikel werde ich mich, anders als in anderen, mal kompromisslos ausdrücken. Der Artikel soll zum Denken anregen und darauf zielen, die eigenen Grundsätze zu hinterfragen.

 

Championship – Exzellenz – oder Meisterschaft kennt keine Ausbildung. Es ist stets das Ergebnis vom Folgen der intuitiven Wahrheit.

 

Wir Menschen sind alle recht gleich. Man schaue sich Profisportler an. Dort entscheiden im absoluten Spitzenbereich 0,5-1% Leistungsunterschied über Sieg oder Niederlage. Nicht selten ist auch die Genetik entscheidend. Als Beispiel führe ich Michael Phelps https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Phelps an. Diesen Mann sollte man als Fischmenschen bezeichnen, da sein Körper durch seinen Aufbau perfekter im Wasser arbeiten kann als andere.

 

Ein anderes Beispiel ist das richtige Geburtsdatum. Durch unsere Klassenstufen (https://de.wikipedia.org/wiki/Klasse_(Mengenlehre)) fassen wir Menschen eines ähnlichen Altersbereiches zusammen. Konkret: Der Stichtag zur Einschulung sei der 30. Juni. In der Klasse 1A ist Mick – geboren am 1. Juli 2009 und Georg – geboren am 30. Juni 2010. In einem Sporttest werden die beiden miteinander verglichen. Ist das fair?

 

Schauen wir es uns an. Mick (*01.07.2009) ist zum heutigen Tag (06. Juni 2016) 6 Jahre und 11 Monate. Georg (*30.06.2010) ist zum heutigen Tag 5 Jahre und 11 Monate. Unterschied 1 Jahr (ich vernachlässige den einen Tag). Beim Sport-Test hat Georgs Entwicklung oder Physiologie also 1 Jahr weniger Zeit, die gleiche Leistung zu erbringen wie Mick’s. In Prozenten ausgedrückt: Georg ist in seiner Entwicklung allein durch die Zeit 15% im Nachteil zu Mick. Wird der Lehrer also bemerken, wenn Georg 10% bessere Leistung als Mick bringt?

Nein – denn die 10% machen seine 15% Nachteil durch den Stichtag nicht wett. Wer wird also im Verlauf seiner Entwicklung gefördert? Mick. Wessen Lernkurve wird durch die geförderte Entwicklung optimal ansteigen? Mick’s. Wer entwickelt ein Bewusstsein, dass seine Leistungen stets zum Dabei-Sein reicht, aber nicht zu mehr? Georg. Was ist das Problem?

 

Mick?!

 

Nein!

 

Das System der Einschulung?!

 

Vielleicht…

 

Der Vergleich mit anderen?!

 

Definitiv!

Im Extremfall wird der Lehrer oder Coach Mick als Vorbild für Georg nehmen. Auf das Georg von dem “besseren Schüler” lerne. Tatsächlich hat Georg aber bessere Ausgangsbedingungen und verhunzt sich sein Talent durch den unangemessenen Vergleich. Ich spreche hier noch nicht von psychischen Auswirkungen, die im Laufe der Zeit fatal werden und locker bis ins Erwachsenen-Leben samt Berufsausübung hineingetragen werden …

 

Auf gewisse Weise sind wir alle zum Teil Georg. Wir glauben, dass es richtig ist (als ob es etwas falsches geben würde?!), das zu lernen, was uns vorgesetzt wird. Wir lernen trotz der Tatsache, dass wir uns innerlich gegen das “Wissen” streuben, sich unser Hirn gegen den Input wehrt und Lernen nur noch mit Ritalin oder anderen Drogen möglich ist. Ein deutlicheres Zeichen, dass ein Mensch nur noch im Kopf lebt und die Wahrnehmung seines Körpers vollkommen missachtet gibt es gar nicht! Ritalin ist die Schmerztablette des Kopfes, die jegliche intuitiven Vorlieben eines Menschen abschaltet und allein den Kopf als Maschine aktiv lässt.

 

Ich habe selbst lange so gelebt (ohne Ritalin). Nur hat mein Körper schon immer merkbar rebelliert, wenn ihm etwas nicht gepasst hat. Nur aus diesem Grund habe ich einen anderen Weg kennen gelernt. Was “Lernen” wirklich ist. Wie es Spaß macht zu wachsen! Und ironischer Weise habe ich im Zuge dieses Studiums (keines an einer Uniformität) eines bemerkt. Jeder Champion macht genau das. Er (oder sie)  folgt dem was er für richtig hält. Ungeachtet der Tatsache, ob dies erkennbar einem verständlichen Ziel folgt.

Der oft zitierte Steve Jobs folgte keinem Masterplan, als er nach seinem Studien-Abbruch eine Kalligrafie-Klasse belegte. Er machte es aus purem Spaß an der Freude. Oder besser: aus purem Spaß am Lernen. Dass er diese Fähigkeit Jahre später bei der Entwicklung der Schriftarten verwenden konnte, wusste er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

 

An dieser Stelle machen

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her damit!

wir kurz einen Schnitt!

Was ist eine Ausbildung?

Das strukturierte Nachmachen eines erfolgreichen Prozesses. Dieser Prozess folgt einer geradlinigen Struktur bis zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. Was würde man also werden, würde man Steve Jobs Lebensweg analysieren, Module herausfinden und diese in eine Ausbildung pressen?

Genau. Ein kleiner Steve Jobs. Einer, der zwar technisch alles kann, aber …

 

Aber?

 

Jetzt kommt der interessante Punkt!

 

Ist das Ziel hinter der Ausbildung, “Steve Jobs” zu sein?!

Solltest du eine Ausbildung in diesem Stil abgeschlossen haben – Wow, dass du dich bis hier hin gekämpft hast! Deine Selbstdisziplin muss fantastisch sein. Ich kann in der Hinsicht garantiert von dir lernen! Wie beantwortest du folgende Frage: Kann eine äußere Motivation innere Erfüllung bringen? Ist dein Lebensgefühl eines, bei dem du absolut “Ja” sagst? Ohne Punkt und Komma?

Ich glaube nicht. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass deine Begründung ungefähr so aussehen wird:

Im Großen und Ganzen bin ich echt zufrieden. Manchmal habe ich das Gefühl, dass noch mehr gehen würde, aber das geht doch allen so. Man kann vom Leben nicht erwarten, immer in der Sonne zu stehen.

Und noch eines weiß ich. Ist deine Lebenseinstellung heute so, wird sie auch morgen so sein. Und übermorgen. Und nächste Woche. Und nächstes Jahr. Und dein ganzes Leben. Und bist du mit deinem Leben zufrieden, wenn du es so beschreiben müsstest? Wenn heute dein letzter Tag wäre und du würdest zu deinen Kindeskindern diese Worte über deine Lippen sprechen?

Ich kann mir vorstellen nicht 🙂 Aber es gibt einen Ausweg. Höre dir ehrlich zu. Ein weiser Spruch lautet: Die größte Veränderung ist die, erstmal gar nichts zu verändern und nur wahr zu nehmen, was in dir passiert.

Dann wirst du bemerken, was dein Körper – dein ganzes Wesen – du als Mensch in seiner Vollkommenheit – nicht nur dein logischer Kopf allein sagt.

Und in dieser Folge wird sich vieles ändern. Du wirst dein bisheriges Leben würdigen können und statt der Fehler die einzigartigen Fähigkeiten entdecken, die du dadurch erworben hast. Du wirst deine Super-Power entdecken und wie dein bisheriges Leben diese gefördert oder erst gezeigt hat. Mich würde es nicht wundern, wenn du diese in deinen “größten Nachteilen” entdeckst.

Doch vorallem wirst du eines: Einen inneren Antrieb entwickeln. Du wirst Interessen entwickeln und stets für irgendetwas das größte Interesse haben. Du wirst faktisch automatisch lernen. Mal ein Stück hier, mal ein Stück dort. Und deinen Fortschritt gar nicht bewusst bemerken. Außer wenn du auf einmal feststellst, wie wenige das können, was du kannst. Du wirst dich in schwierigen Situationen gut fühlen. Wohlwissend, dass sie etwas in dir bewirken, dass dich deinem “DU”, deiner großen Vision näher bringt.

Und du wirst nicht nur verstehen, sondern fühlen, was Steve Jobs einst tat. Denn einen Champion zeichnet nie die beste Ausbildung aus. Ein Champion ist in vielen Ausbildungen gut oder sehr gut. In manchen auch ein Anfänger. Und die Summe an Ausbildungen lässt ihn einen eigenen Zweig entwickeln. Eine eigene Art, einen eigenen Markt – etwas Neues. Und darin ist er der Erste – und der Beste.

Willst du etwas Neues, heißt das: Kein anderer Mensch kann dir sagen, wie es geht. Wahrscheinlich werden die meisten dir sogar sagen, dass es nicht geht, weil es das nicht gibt. Sie sehen nicht, was du siehst, weil sie nicht erfahren haben, was du erfahren hast. Dein Job ist das zu Machen, was du für richtig hältst. Dein Job ist, zuzuhören und zu lernen, wie du deine Idee durch das Feedback noch besser machen kannst. Die Menschen, die am Lautestens “Nein” schreien sind vielleicht diejenigen, die am Ende deine größten Unterstützer sind…

Wer weiß das schon. Doch du spürst, dass das, was du tust, dein richtiges ist. Und das lässt dich wissen, dass es die Mühe wert ist. Dass es dein Leben wert ist. Dass nach dem: “Ich mache es” kein Komma-Weil-… steht, sondern ein PUNKT.

Punkt.

Ein kleiner Tipp von mir am Ende … Was ist deine Super-Power?

Zeit killt nahezu immer Talent. Beobachte dich also, an was du die meiste Zeit denkst. Was ist dein innerer Dialog, oder deine inneren Bilder wenn du nichts zu tun hast? Mach nicht den Fehler und geh davon aus, dass es normal ist und das jeder Mensch das tut. Geh davon aus, dass es keinen zweiten Menschen gibt, der seine Freizeit mit derlei Gedankenspielen verwendet. Und als Folge, weil du der einzige bist, hast du in dieser Art zu denken einen uneinholbaren zeitlichen Vorteil gegenüber jedem Menschen. Jetzt musst du nur noch einen Weg finden, diese Gedanken auf irgend eine Art und Weise für dich und andere nutzbar zu machen. Bäm! Build your Super-Power now 🙂

 

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