Bewusstsein ist die Bezeichnung für den Rahmen, innerhalb dessen wir in jeder Art agieren können. Bewusstein bedeutet, variabel handlungsfähig zu sein.

Bewusstsein ist etwas Eigenartiges. Wir haben keine Ahnung was es ist, aber wissen doch alle, dass es real ist.

Wir können es nicht messen und in eine Formel pressen, wohl aber Auswirkungen sehen, wenn es nicht vorhanden ist.

Bewusstsein ist etwas Eigenartiges

Ein schönes Wortspiel – etwas eigen-artiges.

Das Bewusstsein ist seine eigene Art. Wir kennen nichts, das genauso ist.

Es scheint etwas Besonderes zu sein, zu dem wir nichts Vergleichbares kennen.

Vielleicht liegt es daran, dass das Bewusstsein so fluid ist. Es ist der Begriff für den Rahmen, innerhalb dessen wir denken.

Mit was wir dieses Bewusstsein dann füllen, steht schon wieder auf einem ganz anderen Blatt.

Möchte man Bewusstsein definieren, ergeben sich viele Probleme. Es ist schlichtweg unmöglich, eine einheitliche Definition zu finden. Viel zu verschieden sind die Ansatzpunkte aufgrund des fluiden Wesens des Bewusstseins.

Es scheint, als ist das Bewusstsein wie eine der besten und schlechtesten Eigenschaften der Menschen:

Es passt sich den Verhältnissen an.

In einer Gesellschaft von Ureinwohnern hat Bewusstsein mit Sicherheit eine total andere Bedeutung als im westlichen Kulturbereich.

Auf dem Planeten gibt es Stämme, die orientieren sich nicht mit den Himmelsrichtungen Norden, Süden, Osten und Westen. Ihr Bewusstsein von der Umgebung – welche Orte wo liegen … muss vollkommen unterschiedlich sein.

Wieder andere Völker kennen die neumodische Erfindung des Du oder Ich – also des Besitzes – nicht. Sie haben ebenfalls ein komplett anderes Bewusstsein der Dinge.

Bewusstsein: Eine Definition für selbstreflektierte Menschen

Lass uns deswegen den Rahmen etwas einschränken. Ich schreibe diesen Artikel für Menschen, die sich weiterentwickeln wollen.

Für Menschen, die in der westlichen Kultur leben, aber genau merken, dass es Zeit ist, weiter vorwärts zu gehen. Dies sind Menschen, die erkannt haben, dass der Materialismus kein Ziel, sondern ein Mittel zum Zweck war und dass die Lösung vieler Probleme nicht im Außen, sondern im Innen liegt.

An diesem Punkt fängt ein Mensch an, sich mit sich selbst zu beschäftigen und damit zwangsläufig auch mit seinem Bewusstsein.

Dieses Bewusstsein ist veränderbar und mit Sicherheit hast du, wenn du jetzt dein Leben an dir Revue passieren lässt, während deines Lebens einige Dinge erfahren, wo sich deine Wahrnehmung gegenüber einer Sache grundlegend geändert hat.

Du legst jetzt Wert auf andere Dinge als früher. Und damit ändert sich dein Bewusstsein.

In meiner NLP-Ausbildung habe ich das folgende, schöne Bild gelernt:

Gehen wir davon aus, dass alle Informationen, die wir erhalten, die Fläche eines Fußballfeldes haben. Wenn das so ist, hat unser Bewusstsein die Größe einer Briefmarke, die auf dem Spielfeld liegt.

Symbolhafte Darstellung von Bewusstsein

Wo die Briefmarke nun auf dem Feld liegt, ist nicht gesagt.

Es ist eine Frage unserer Werte, Einstellungen und auch teils biologisch bedingt. Diese Dinge fungieren als Filter. Hier versteckt sich auch ein großer Schnittpunkt mit der Realität.

Alle Informationen, die durch die Filter hindurchgelangen, sind uns bewusst und bilden damit unser Bewusstsein.

So wie wir unsere Werte und Einstellungen oder biologische Grundlagen verändern, verändert sich auch unser Bewusstsein.

Im einfachen Beispiel: Wenn du das Augenlicht verlierst, ändert sich deine Wahrnehmung und auch das Bewusstsein von dir und deiner Interaktion mit der Umwelt.

Wie du wahrscheinlich merkst, umschreibe ich das Bewusstsein. Klare Fakten für dieses wundervolle Werk des Lebens, um Erfahrungen machen zu können, zu finden, ist einfach unmöglich.

Doch du solltest nun wissen, dass Bewusstsein den Rahmen deiner möglichen Erfahrungen bildet.

Selbstreflexion des Bewusstseins

Es ist so eine Sache mit dem Bewusstsein. Dadurch, dass unsere Wahrnehmung sich innerhalb des Bewusstseins abspielt, können wir schnell vergessen, dass es noch etwas außerhalb unseres Bewusstseins gibt.

Wenn unsere Briefmarke eher in der negativen Seite auf dem Fußballfeld liegt, dann können wir schnell denken, dass die ganze Welt negativ ist.

Aus diesem Grund brauchen wir eine Selbstreflexion des Bewusstseins.

Es ist eine witzige Sache, die wir da tun. Indem wir anerkennen, dass unser Bewusstsein begrenzt ist, können wir seine Grenzen sprengen.

Wir sehen ein, dass es nur eine Briefmarke auf einem Fußballfeld ist. Wir schauen sozusagen aus der Vogelperspektive auf das Fußballfeld und entdecken diese kleine Briefmarke irgendwo auf dem Spielfeld.

Nun können wir überlegen, wie wir die Briefmarke an einen anderen Ort des Spielfeldes bekommen. An einen Ort, den wir lieber erforschen möchten.

Der Orientierungspunkt ist dabei, wo es uns vermutlich bessergeht.

Bewusstseinsveränderung

Was wir an diesem Punkt tun, ist eine Veränderung des Bewusstseins.

Ich möchte mich hier von Drogen aller Art fernhalten, die im ersten Augenblick wahrscheinlich mit dem Wort assoziiert werden. Die meisten kennen vermutlich den Rausch von Alkohol und wie sie sich am nächsten Tag an den Kopf greifen, weil sie Dinge getan haben, die sie sonst nie tun würden. Andere Drogen tun ähnliches, nur das sie das Bewusstsein auf eine andere Art und Weise verändern.

Das Bewusstsein lässt sich aber auch ohne Mittel von außen, die unsere Biochemie direkt beeinflussen, verändern. Mach die Augen zu und konzentriere dich auf deinen Atem.

Das ist Bewusstseinsveränderung.

Verausgab dich beim Sport. Das ist Bewusstseinsveränderung.

Beschäftige dich mit deinem Handeln mit dir selbst und der Welt und ziehe Schlüsse für zukünftiges Handeln. Das ist Bewusstseinsveränderung.

Informiere dich, wie andere Menschen auf dem Planeten leben und wie es dir im Vergleich zu ihnen geht. Auch das ist Bewusstseinsveränderung.

Es gibt verschiedene Wege, um sein Bewusstsein oder seine Wahrnehmung zu verändern. Der Punkt für diesen Abschnitt ist der folgende:

Fühlst du dich mit deinem Bewusstsein nicht wohl, bist du nicht machtlos. Du kannst es verändern.

Das Bewusstsein ist ein Werkzeug von dir.

Du bist nicht der Sklave des Bewusstseins. Du – also dieses unfassbare etwas, das jetzt den Text liest – steht über dem Bewusstsein und kann es nutzen.

Zu seinem Vorteil oder seinem Nachteil.

Bewusstseinserweiterung

Hmm, noch so ein verschwörerisches Wort. Auch das hat nichts mit Drogen oder anderem Hokus-Pokus zu tun, sondern ist nur eine logische Folge, wenn du dein Bewusstsein veränderst. Denn dein Hirn vergisst keine Erfahrungen.

Deine Bewusstseinsveränderung erfolgt in 4 Phasen:

  1. Unbewusste Inkompetenz
  2. Bewusste Inkompetenz
  3. Bewusste Kompetenz
  4. Unbewusste Kompetenz

Wie du vielleicht schon erkennen kannst, steht am Anfang und am Ende das Unbewusste.

Hast du dein Bewusstsein nun verändert, dann ist dir deine alte Wahrnehmung und dein altes Bewusstsein ins Unterbewusstsein gerutscht.

Es ist nicht mehr allgegenwärtig und jeden Tag präsent. Aber wenn nötig, kannst du darauf zurückgreifen.

Sprichst du beispielsweise mit Menschen, die sich in der Phase deines alten Bewusstseins befinden, kannst du auf die Daten aus deinem Unterbewussten zurückgreifen. Das nennt sich state-dependent Memory.

Deine Erinnerung ist an deinen State – ein Lebensgefühl, Emotionen oder deinen allgemeinen Zustand – geknüpft.

Damit bewirkt eine Bewusstseinsveränderung automatisch eine Bewusstseinserweiterung. Und es zeigt auch auf eine recht ungehörige Weise, dass das Bewusstsein nicht all deine bewusst gemachten Erfahrungen zu jedem Moment verkörpert.

Sondern, dass es sich von dem einen Moment auf den anderen schlagartig ändern kann. Je nachdem, wie die Schalter in deinem Kopf aneinandergereiht sind, wird dein Bewusstsein in die dazugehörenden „Töpfe“ geleitet, in denen die relevanten Informationen für den jeweiligen Bewusstseinszustand liegen.

Das Bild mit den Töpfen entspricht natürlich in keiner Form der Wahrheit, sondern ist nur ein meiner Meinung nach einfaches Bild, um den Hintergrund fassbar zu machen.

Bewusstsein repräsentiert Weisheit

Eigentlich kann man sagen, dass Bewusstsein Weisheit verkörpert. Und durch eine Bewusstseinsveränderung, die automatisch eine Bewusstseinserweiterung ist, wächst deine Weisheit.

Du verstehst dich in unterschiedlichen Situationen immer für dich glücklich zu verhalten und lernst beständig, in neuen Situationen ebenfalls glücklich zu sein.

Zusammengefasst verkörpert das Bewusstsein also das Fassbarmachen von Erfahrungen in Verbindung mit deinen Gefühlen.

Es ist schlichtweg das Werkzeug, um das, was du im Leben erfahren möchtest, möglich zu machen.

Und das ist doch eine schöne Beschreibung für eine Sache, die ich zu Beginn als Begrenzung und Rahmen bezeichnet habe.

Ich wünsche dir viel Spaß bei der Erforschung deines Bewusstseins und dem bewussten Erfahrungsmachen.

  • Titelfoto von Gerome Viavant

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