Kommunikation ist alles, was zwischen dem Sender einer Information und dem Empfänger passiert. Kommunikation passiert mit dir selbst und anderen.

Kommunikation allgemein

Kommunikation ist das Schlagwort für alles, was den Austausch von Informationen beinhaltet.

Das bedeutet, wann immer eine Information über einen unserer Sinneskanäle weitergeleitet und empfangen wird, handelt es sich um Kommunikation.

Dies gilt intern, für uns selbst, wie auch im Austausch mit anderen.

Kommunikation ist all das, was zwischen dem Sender einer Information und dem Empfänger passiert.

Möchte man Kommunikation optimieren, geht es im Prinzip darum, eine exakte Kopie der Sender-Information an den Empfänger zu bringen.

Und das ist auch die größte Herausforderung in der Kommunikation, denn wir Menschen interpretieren Informationen für gewöhnlich stark.

Du kennst mit Sicherheit die Situation, wenn du dich mit jemandem gestritten hast und hinterher sagst:

“So habe ich das nicht gemeint.”

Der Unterschied zwischen dem, wie du es gemeint hast (dein ursprüngliches Denken als Sender-Information), dem, was du gesagt hast (kommunizieren) und dem, was bei dem anderen Menschen angekommen ist (Empfänger-Information), war hier zu groß.

Und letztendlich der Auslöser, euch zu streiten.

Gute Kommunikation beschäftigt sich damit, diese Unterschiede möglichst klein zu halten oder auf 0 zu reduzieren.

Dabei kommen verschiedene Punkte ins Spiel:

  1. Die Kommunikation in dir (erfassen, welche Information ich eigentlich teilen will bzw. deine eigene Interpretation)
  2. Kommunikation von dir zu einem anderen Menschen (sage ich das, was ich meine. Drücken all meine Sinneskanäle das aus, was ich mitteilen möchte)
  3. Kommunikation im anderen Menschen (wie interpretiert der andere Mensch meine Botschaft. Wie glaubt er, habe ich gemeint, was ich gesagt habe)

Nicht auf alle Teile der Kommunikation haben wir direkten Zugriff. Die Interpretation des anderen Menschen können wir nicht direkt steuern.

Zwar gibt es Formen, die eine Interpretation des Gegenübers reduzieren und Missverständnisse verringern können – wie beispielsweise die gewaltfreie Kommunikation – doch ein Restrisiko lässt sich niemals ausschließen.

Kümmern wir uns zunächst um den Unterschied zwischen der Kommunikation mit mir und der Kommunikation mit anderen.

Kommunikation mit sich selbst

Kommunikation mit sich selbst wird auch als intrapersonelle Kommunikation bezeichnet.

Mit Sicherheit kennst du die Situation, wenn dir die richtigen Worte fehlen.

Was letztendlich auch nicht schlimm ist, denn nicht immer ist der Kanal der Sprache der geeignete, um auszudrücken, was du empfindest.

Taten sprechen lauter als Worte.

Dieser Spruch drückt genau das aus.

Ein anderes Beispiel: Kannst du dir vorstellen, die Liebe deines Lebens ausschließlich mit Worten auszudrücken?!

Die intrapersonelle Kommunikation bedeutet, für das, was du wahrnimmst, eine geeignete Kommunikationsmöglichkeit zu finden.

Ziel ist, dass das, was du empfindest, möglichst exakt ausgedrückt werden kann.

Möchtest du in der Kommunikation mit dir selbst besser werden, musst du dich selbst besser kennen lernen. Dich mehr und vielfältiger wahrnehmen. Einschränkungen, die du durch beispielsweise dein Denken erschaffen hast, auflösen.

Letztendlich ist es eine Entdeckungsreise in dir und ein wichtiger Schritt, um erfolgreicher zu kommunizieren.

Kommunikation mit anderen

Die Kommunikation mit anderen, oder auch interpersonelle Kommunikation, dreht sich um mehr als dich selbst.

Ziel der Kommunikation mit anderen ist, deine exakte Ausdrucksform „in dein Gegenüber zu kopieren“.

Dein Gegenüber soll dich genau so verstehen, wie deine Intention gewesen ist.

Eine Begrenzung sind die dir zur Verfügung stehenden Werkzeuge bzw. dein Beherrschen der Werkzeuge.

Als Beispiel:

Sprichst du nur Deutsch, dein Gegenüber nur englisch, ist das Werkzeug der Stimme stark eingeschränkt.

Die Stimme kann dennoch hilfreich sein, da der Gesang der Stimme – das auf und ab der Stimmenhöhe – trotzdem verstanden wird. Hier befinden wir uns im Bereich der paraverbalen Kommunikation.

Eine andere Begrenzung sind die Umwelteinflüsse, die zwischen dir und deinem Gegenüber sind.

Als Beispiel:

Bist du in einer Großveranstaltung, wo es so laut ist, dass du dein eigenes Wort nicht mehr verstehst, ist das Werkzeug der Stimme ebenfalls stark eingeschränkt.

Zwar sprecht ihr beide die gleiche Sprache, versteht euch aber nicht, weil die Informationen auf dem Weg vom Sender (dir) zum Empfänger (dein Gegenüber) in der Hintergrundlautstärke verloren gehen.

Kommunikation mit anderen misslingt immer dann, wenn auf dem Weg vom Sender zum Empfänger zu viele Informationen verloren gehen, als das dein Gegenüber deine Nachricht noch richtig interpretieren kann.

Zusammenfassung

Kommunikation ist ein hochkomplexes Thema.

Erfolgreiche Kommunikation ist darauf angewiesen, den Interpretationsrahmen des Empfängers so klein wie möglich zu halten.

Um dies zu gewährleisten ist für die Kommunikation mit dir selbst ein Kennen deiner selbst notwendig.

Für die Kommunikation mit anderen ist ein Beherrschen möglichst aller dir zur Verfügung stehenden Sinne von Vorteil, denn je mit je mehr Sinnen du gekonnt kommunizierst, desto kleiner ist der Interpretationsspielraum deines Gegenüber.

Titelfoto von Vidar Nordli-Mathisen

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